Magenband
Das (verstellbare) Magenband wird vorzugsweise bei Patienten mit einem BMI von 35 bis 45 verwendet.
Die BMI-Werte stellen nur Richtwerte dar. Letztendlich entscheidet der Patient zusammen mit seinem behandelnden Chirurgen.
Laparoskopisch, also über nur einige kleine Bauchschnitte von wenigen Millimetern Größe, wird das Band um den oberen Teil des Magens gelegt und das Reservoir unter der Haut platziert (vgl. Abbildung ).
Das Band kann ohne eine weitere Operation von außen über das Reservoir justiert und so das gewünschte Zielgewicht erreicht werden.
Es teilt den so genannten Vormagen vom Restmagen ab und wirkt somit restriktiv, schränkt also die Nahrungsaufnahme ein und führt über Dehnung des Vormagens zu einem ausreichenden Sättigungsgefühl.
Das Band soll ein Leben lang im Körper verbleiben.
Statistisch ist mit einem Verlust von 40 bis 50 %
des Übergewichts innerhalb von etwa 2 Jahren zu rechnen.
Wie auch beim Magenballon kann das Magenband durch die übermäßige Aufnahme von hochkalorischer flüssiger Nahrung (z. B. Coca Cola) „überlistet“ werden.
So passiert flüssige Nahrung nahezu ungehindert den Magen und wird vom Körper vollständig aufgenommen. Auch der Verzehr von Pudding, Eis, Schokolade und anderen hochkalorischen Lebensmittel ist kontraproduktiv. Diese Methoden sind aus diesem Grund für so genannte „sweet eater“-Patienten nicht geeignet. Daher wurden weitere Operationsverfahren entwickelt, die neben der restriktiven Wirkung auch eine malabsorptive (eingeschränkte Aufnahme der Nahrung im Darm) Komponente beinhalten.


